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Katholische
Pfarreiengemeinschaft
Vorderhunsrück

Blackout_Photography Quelle: pixabay.com

Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten. Vieles ist uns dabei zur Gewohnheit geworden: die Krippe, der Weihnachtsbaum, das Festtagsessen, die Besuche... Wenn wir auf die Weihnachtsbotschaft schauen, ist es aber eben gerade nicht die Gewohnheit, von der da die Rede ist. "Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.", so hören wir es aus dem Johannesevangelium am ersten Weihnachtsfeiertag. Das Unglaubliche, das Ungewohnte, das Unbegreifliche geschieht: Gottes Sohn wird Mensch und offenbart seine Liebe im kleinen Kind im Stall von Bethlehem.

Gott unterbricht mit seiner Menschwerdung alle Gewohnheiten, alles bisher Dagewesene wir überboten. Vielleicht können wir die Tage um Weihnachten herum nutzen, diesem ungewohnten und ungewöhnlichen Gott auf die Spur zu kommen. Wir stehen in unserem Bistum vor großen Reformen. Egal, wann und wie sich Strukturen ändern werden, sind wir doch zuallererst aufgefordert die Fragen des Glaubens für uns zu klären: Wer ist dieser Jesus für mich und was hat seine Botschaft mit meinem Leben zu tun? Ist es nur eine "schöne Geschichte", die man noch den Kindern erzählen kann, oder ist er für mich wirklich Gottes Sohn, den ich in der Verkündigung der Kirche, in der Feier des Gottesdienstes und in der Begegnung mit meinem Nächsten erfahren kann?

Alle Jahre wieder lädt uns das Weihnachtsfest ein, innezuhalten und zu schauen, was mir dieses große Geschenk Gottes bedeutet. Barbara Kolberg hat ein Zitat von Karl Rahner in ein weihnachtliches Kirchenlied gefasst, das in unserem Gotteslob bei der Nummer 761 steht. In der letzten Strophe heißt es:

Gott hat in seinem eignen Sohn

sich in die Welt gegeben.

Wer ihn bei sich aufnimmt und ihn zur Welt bringt,

wird neu geboren, der wird Mensch.

Darin kommt zum Ausdruck: Weihnachten hat etwas mit mir zu tun. Gott will in mir - durch mich - Mensch werden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie das in diesen Tagen ein wenig spüren können. Nehmen Sie sich Zeit für den Gott, der in unsere Zeit kommt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Anfang im neuen Kalenderjahr 2020. Gott segne Sie dazu!

Ihr Pastor                               

Christian Adams

Gottesdienste

Liturgischer Kalender

Evangelium:
Joh 1, 47-51
erste Lesung:
Dan 7, 9-10.13-14 oder Offb 12, 7-12a
Antwortpsalm:
Ps 138 (137), 1-2b.2c-3.4-5 (R: vgl. 1b)

Umsetzung Synode

Bibelvers des Tages